Erträgst du stillschweigend Beleidigungen ?

Ich habe heute auf einer Parkbank, in der Sonne sitzend, etwas miterlebt, was mich zu diesem Abnehmenthema inspiriert hat. Und zwar kamen plötzlich zwei heftig übergewichtige Damen (so um die 45) angeschnauft und setzten sich auf eine Bank ganz in meiner Nähe, so dass ich alles mithören konnte was sie sprachen. Zunächst waren sie erst mal ruhig, denn sie mussten sich erholen, weil wer so viele Pfunde mit sich schleppt kommt schnell ins keuchen. Aber als dann nach einer Minute noch eine dritte Dicke im Bunde auftauchte, waren sie schon wieder sprachfähig. Die Nachzüglerin wurde dann mit den Worten sie sei eine dumme Kuh begrüßt und dass sie schon gar nicht mehr mit ihr gerechnet haben. Ich hab meinen Ohren nicht getraut, als ich das gehört habe, zumal es grad so weiterging. Als sei es das Selbstverständlichste wurde die Dritte immer wieder mit solchen beleidigenden Anreden versehen. Ich hab mich eingefühlt in die Situation, warum lässt die das mit sich machen ?

Und ich hab ihre Zufriedenheit wahrgenommen, weil: sie war schon froh überhaupt Freundinnen zu haben.
Wenn man so viel Angst hat, Freunde zu verlieren, weil man vielleicht glaubt, dass man sonst keine mehr findet, dass man quasi alles mit sich machen lässt - kannst du dir vorstellen, wie groß und tief eine solche Angst sein muss ?

Darum - die heutige Bewusstwerdungsübung geht in diese Richtung: Gibt es bei dir auch Situationen, wo du alles mit dir machen lässt ?

Wenn dir solche Dinge passieren, dann werde dir als erstes bewusst, warum du das überhaupt mit dir machen lässt. Gibt es zum Beispiel in dir eine Angst diese Freunde zu verlieren ? Oder den Job zu verlieren ? Oder andere Ängste ?
Wo in deinem Leben ist dir ein solches Muster zum ersten Mal begegnet ? Wann hast du dich daran gewöhnt ?

Die wesentliche Erkenntnis aus solchen Anrempelungen ist allerdings, dass du dir eingestehst, dass du offensichtlich noch selbst über dich in irgendeiner Form negativ denkst ! Denn, ansonsten hättest du solches Verhalten anderer schon längst gestoppt, beziehungsweise du hättest es gar nicht angezogen !

Darum schaue inwiefern du noch immer negativ über dich denkst

Und entscheide dich dann um: Indem du dir beispielsweise eine entgegengesetzte positive Affirmation erstellst mit der du dann in der nächsten Zeit arbeitest um innerlich umzudenken.


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Kommentare

1. Andreas schrieb am 28.9.2015:

ps, als Ergänzung: Man kann solche verbalen Attaken ja relativ leicht mit guten Schlagfertigkeiten oft ein für allemal stoppen - aber damit ist halt die tiefsitzende innere Ursache des negativ über sich selbst denkens nicht behoben, darum gehe ich auf das Thema Schlagfertige Antworten lernen nicht ein.
lg

2. lory schrieb am 28.3.2016:

Vielen Dank für den Artikel.
Ich habe eine solche Übung bereits in der Vergangenheit gemacht. Was ist wenn eine Person gar nicht weiss wieso sie negativ über sich denkt? Teilweise tragen wir sachen aus der Kindheit oder sogar Gefühle die nicht zu uns gehören...dies wäre wieder ein anderes Thema...evtl. könnte man auch darüber ein Artikel schreiben.

Trotzdem bin ich sehr dankbar für die tolle Arbeit die hier gemacht wird. LG

3. Andreas schrieb am 29.3.2016:

Hallo Lory,
Was ist wenn eine Person gar nicht weiss wieso sie negativ über sich denkt?
Ja, das ist tatsächlich sehr oft so, weil wir nur so etwa zu einem Prozent unserer Gedanken bewusst sind. Man kann es dann trotzden ändern. Also du kannst dann ja trotzdem eine umkehrende Affirmation erschaffen.
Aber es ist in der Tat noch wirkungsvoller, wenn wir die Ursache kennen, weil ab dem Moment kann man konkret versuchen mit dem verursachenden Ereignis in einen inneren Frieden zu kommen. (Und ab dem Moment wo ein innerer Friede da ist, kann von dem betreffenden Ereignis (egal wie übel es ursprünglich auch war) nur noch eine positive Kraft auf unser Leben ausgehen.

Nehmen wir mal ein konkretes Beispiel:
Ein Mädchen wurde in seiner frühen Kindheit immer von der Mutter schlecht gemacht oder beschimpft, und hat dieses Muster sich schlecht machen zu lassen beibehalten bis in ihr Erwachsenenalter.
Nach dem Beschimpfungen durch die Mutter ging es der Mutter immer besser als zuvor, weil sie ja dadurch sozusagen Dampf abgelassen hat. Und Kinder sind sehr feinfühlig, sie spürte das, dass sie durch ihr Leiden dazu beigetragen hat, dass es der Mutter besser geht. (Dieses Mädchen war schon als Kind ein Moppelchen und als Erwachsene hatte sie irgendwann 50kg Übergewicht.)

Die Affirmation für sie: "Ich bin geachtet und Menschen behandeln mich freundlich."

Aber das was für sie noch viel effektiver (weil sie sich ja erinnern konnte) war, dass sie sich selbst vergeben hat und dass sie der Mutter vergeben hat.
Sicher verstehst du, dass es ihr gar nichts gebracht hätte mit unfreundlichen Menschen (oder gar nachträglich mit ihrer Mutter) in Streit zu gehen. Meines Wissens ist sie heute nur noch 7 kg von ihrem Idealgewicht entfernt.

lg von Andreas

4. Hella schrieb am 13.6.2019:

Hallo Andreas,

vor etlichen Jahren "witzelte“ mein Mann mehrfach mit unseren Kindern darüber, wie behindert die Mama doch sei, nachdem ich mich etwas tollpatschig angestellt hatte. Ich fand das überhaupt nicht zum Lachen, richtig geschmacklos, so etwas vor meinen Ohren zu unseren Kindern zu sagen!

Lieber Gruß,
Hella

5. Andreas schrieb am 14.6.2019:

Hallo, ja, schon daran dass du dich daran erinnerst kannst du sehen dass es in dir einen Eindruck hinterlassen hat und also in dir sitzt und wirkt.
Die Vergebung wäre dann gegenüber deinem Mann aber nicht zu vergessen auch gegenüber dir selbst, zb dass du es damals zugelassen hast oder vielleicht denkst du hättest besser reagieren müssen, oder ähnliches. Gerade die vergebung gegenüber sich selbst ist besonders wichtig, weil unser eigenes Denken können wir ja ändern und sind darum dafür verantwortlich, was andere sagen, dafür sind sie selbst verantwortlich.
Wichtig bei solchen Sachen ist auch immer das EINFÜHLEN. zb auch, was es mit den Kindern macht wahrzunehmen. Denn die Kinder werden in einem solchen Moment hin und hergezogen, weil einerseits fühlen sie sich dem Vater verpflichtet, wollen ihm also zustimmen nur weil er ihr Vater ist, nicht weil er recht hat - andrerseits lieben sie ja auch die Mutter, also wie soll das Kind jetzt reagieren ??? Es ist hin und hergerissen - das wäre das Hauptmuster was in einer solchen Situation wirkt. Wenn ein Kind so etwas sehr oft erlebt, kann es schon sein dass es sich zb einen Schutzpanzer zulegt und also übergewichtig wird..
Also sind wir hier bereits wieder bei der nächsten Frage die man sich stellen kann:
Habe ich selbst ein solches Hin- und Herreißen durch die Eltern erlebt ? (Ein solches Hin- und Her reißen kann übrigens bis hin zu Bulimie führen !)


lg von Andreas

6. Hella schrieb am 15.6.2019:

Hallo Andreas,

Habe ich selbst ein solches Hin- und Herreißen durch die Eltern erlebt?

Ja - und zwar meine gesamte Kindheit und Jugend lang, bis das Besuchsrecht meines Vaters sieben Jahre nach der Scheidung meiner Eltern schließlich vollkommen eingestellt wurde, "damit das Kind nicht länger unter dem Hin- und Hergezerre beider Elternteile leiden müsse“.

Nach einer späterer Aussöhnung mit meinem Vater und der Erkenntnis und Vergebung seiner ehrlichen Absichten (mein kindliches Wohl zu schützen und mir nicht weh zu tun zu wollen) habe ich mir geschworen, bei meinen eigenen Kinder niemals abwertend über meinen Gatten zu sprechen, um einen eventuellen Gewissenskonflikt ihrerseits zu vermeiden.

Leider zeichnet sich in unserer Ehe seit geraumer Zeit eine sehr ähnliche Dynamik ab, wo mein Mann ausschließlich als Geldverdiener fugiert und ansonsten abwesend ist. Daheim beschäftigt sich der Papa dann nur mit den Kindern. Auch die Kommunikation erfolgt inzwischen einzig und allein über unsere Kinder, jedoch meist ohne hässliche Spitzen. Könnte hier eine Familienaufstellung tiefere Einsicht geben und die Dynamik verändern?

Lg,
Hella

7. Andreas schrieb am 16.6.2019:

Hallo, ja du siehst, es ist kein Zufall, dass dir dieses Thema wieder begegnet. Es zeigt dir, dass da noch immer etwas aus der eigenen Kindheit in dir sitzt und befriedet werden möchte, darum holt die Seele das Thema hervor..
Familienaufstellungen kann man zu wirklich jedem Thema machen, das ist immer eine gute Sache.
lg von Andreas

8. Hella schrieb am 17.6.2019:

Hallo Andreas,

es wird gesagt, dass sich Mädchen mit einem abwesenden Vater oft wieder einen Mann aussuchen, der dann in der Ehe ebenfalls abwesend ist. Jungs mit einer leidenden Mutter sollen sich angeblich meist wieder zu einer Partnerin hingezogen fühlen, die ebenfalls leidet. Was steckt dahinter?

Lg,
Hella

9. Andreas schrieb am 17.6.2019:

Hallo, ja, das sind dann die von den Eltern übernommenen Muster, die man dann selber auch lebt, weil man sie gut kennt, weil sie sozusagen zur Komofortzone geworden sind. Eine Voraussetzung um aus solchen Muster auszusteigen ist immer dass man ein Cutting von den Eltern gemacht hat, weil sonst die unsichbaren Kräfte zu übermächtig sind, als dass man aus übernommenen Mustern aussteigen kann.

lg von Andreas


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